Gemeinsam stark für das Gastgewerbe

Keine Krise am Ausbildungsmarkt – weil alle gemeinsam angepackt haben!

Die Beteiligten am Ausbildungsmarkt waren in diesem Jahr durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders gefordert. Die Berufsorientierung, persönliche Beratung und auch Praktika in Unternehmen konnten nur eingeschränkt durchgeführt werden. Das hatte Auswirkungen auf die Bewerberzahlen, die gemeldeten Ausbildungsstellen und letztendlich die Zahl auf neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Dennoch ist der befürchtete Einbruch auf dem Ausbildungsmarkt durch eine Gemeinschaftsleistung ausgeblieben.

 

„Alle Beteiligten haben sich zusammen mit den jungen Menschen und den Unternehmen den besonderen Herausforderungen in diesem Jahr geschlossen und deshalb erfolgreich gestellt - die Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesschulamtes, die Eltern, die Kolleginnen und Kollegen der Jugendhilfe, die Beraterinnen und der Berater der Jobcenter sowie die Berufsberaterinnen und Berufsberater. Sie alle sind Teil der Jugendberufsagenturen, haben richtig gut mitgezogen und dadurch für viele tausend junge Menschen einen guten Einstieg in den Beruf sichergestellt. Unterstützt wurde das durch die vielen Aktivitäten, die in allen sächsischen Regionen, gemeinsam mit den Kammern, umgesetzt werden konnten. Nur durch diese Gemeinschaftsleistung fällt die Bilanz auf dem sächsischen Ausbildungsmarkt in diesem Krisenjahr relativ gut aus – 95 Prozent der Jugendlichen haben eine Ausbildung oder Alternative gefunden, wie auch im Vorjahr. Ein tolles Teamergebnis“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

 

Gemeldete Ausbildungsbewerber:

20.389

Ausbildungsbewerber im Vorjahresvergleich:

-757 oder -3,6 Prozent

Gemeldete Berufsausbildungsstellen:

20.127

Berufsausbildungsstellen Vorjahresvergleich:

-1.435  oder -6,7 Prozent

 

Das Berichtsjahr für den kommenden Ausbildungsjahrgang beginnt immer im Oktober eines Jahres. Seit Oktober 2019 haben sich in Sachsen insgesamt 20.389 Mädchen und Jungen in den Jugendberufsagenturen gemeldet und bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz beraten lassen. Das sind 757 oder 3,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurden den sächsischen Arbeitsagenturen 20.127 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 1.435 oder 6,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

 

Zum Ende des Berichtsjahres im September gab es noch 2.282 unbesetzte Ausbildungsstellen und 953 unversorgte Ausbildungsbewerber. Damit standen rechnerisch zweieinhalb freie Ausbildungsstellen für jeden noch suchenden Bewerber zur Verfügung. Alle Jugendlichen, die bisher noch keine konkreten Zusagen erhalten haben, die sich jetzt doch für eine Berufsausbildung entscheiden oder die, deren Ausbildungsverhältnis vorzeitig gelöst wurde, können auf Ausbildungsbörsen und bei den Jugendberufsberatern der Jugendberufsagenturen schnell und direkt passende Angebote erhalten. Sie kennen den regionalen Arbeitsmarkt, aktuelle Trends, Berufe und deren Zukunftschancen.

 

Die Mitgliedsunternehmen aus dem Bereich der drei sächsischen Industrie- und Handelskammern Chemnitz, Dresden und zu Leipzig haben 10.576 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen (Stand: 30. September 2020). Das sind 890 weniger als im Vorjahreszeitraum (minus 7,8 Prozent).

 

„Aufgrund der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen war in diesem Jahr mit einem Rückgang der Ausbildungsverträge zu rechnen, wobei neben der Corona-Pandemie auch strukturelle Veränderungsprozesse einzelner Branchen ihre Spuren am Ausbildungsmarkt hinterlassen, etwa in den Metallberufen. Viele Betriebe versuchen derzeit noch im Zuge von Nachvermittlungen, entstandene Lücken zu schließen“, sagte Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden.

 

Die meisten abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Bereich der IHKs gab es in den Berufen Einzelhandelskaufmann/-frau, Verkäufer/-in, Mechatroniker/-in, Kaufmann/-frau für Büromanagement und Koch/Köchin.

 

Im Bereich der drei sächsischen Handwerkskammern wurden bis zum 30. September 2020 insgesamt 5.252 neue Lehrverträge registriert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind das 171 weniger neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse (minus 3,2 Prozent).

 

„Die Zahlen zeigen, dass das sächsische Handwerk auch in solchen außergewöhnlichen Zeiten wie der Corona-Pandemie den Fokus auf die Ausbildung junger Menschen setzt. Die duale Ausbildung ist eine grundlegende Stütze der Wirtschaft, die jungen Menschen und Betrieben im Freistaat eine Perspektive bietet“, sagte Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden.

 

Die meisten abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Bereich des Handwerks gab es in den Berufen Kraftfahrzeugmechatroniker/in, Elektroniker/in, Anlagenmechaniker/in für Sanitär/Heizung/Klima, Tischler/in sowie Maler/in und Lackierer/in.

 

Die drei sächsischen Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und die Jugendberufsagenturen unterstützen die noch suchenden Jugendlichen. Im Rahmen der Nachvermittlungsaktion finden so Beratungen statt, damit möglichst viele Bewerberinnen und Bewerber in den kommenden Wochen ihren künftigen Ausbildungsbetrieb finden.

Landingpage zur Nachvermittlungsaktion in Sachsen:

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-sachsen/kurzer-weg-zum-lehrvertrag

https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rd-sachsen/bo

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