Die geplante steuerfreie 1.000-Euro-Prämie sorgt im Gastgewerbe für deutliche Kritik. Vertreter des Dehoga sehen darin keine echte Entlastung – sondern eine zusätzliche Belastung für die Betriebe.
Gereon Haumann (DEHOGA Rheinland-Pfalz) bringt es auf den Punkt: Der Vorschlag gehe an der Realität vorbei. Viele Unternehmen hätten nach den Krisenjahren kaum noch finanzielle Spielräume.
Auch Guido Zöllick (DEHOGA Bundesverband) warnt: Statt zu entlasten, werde Verantwortung auf die Betriebe verschoben – in einer Phase, in der Umsätze schwach und Kosten hoch sind.
Ein zentrales Problem: Die Prämie weckt Erwartungen bei Mitarbeitenden, die viele Betriebe nicht erfüllen können. Gleichzeitig müssen Unternehmen die Zahlung vollständig selbst finanzieren. Für Robert Mangold (DEHOGA Hessen) ist klar: Hier verteilt die Politik Leistungen, die am Ende die Unternehmen bezahlen sollen.
Realität in Sachsen (und bundesweit):
Viele Betriebe arbeiten am Limit, Insolvenzen steigen, Eigenkapital ist oft aufgebraucht. Eine zusätzliche Prämie ist für die breite Masse nicht darstellbar.
Dehoga fordert stattdessen:
Fazit:
Gut gemeint, aber schlecht gemacht: Die 1.000-Euro-Prämie hilft der Branche nicht – sie verschärft die Probleme. Was jetzt gebraucht wird, sind echte Entlastungen statt zusätzlicher Erwartungen.
Quelle: AHGZonline

DEHOGA Bundesverband
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