Der vom DEHOGA Bundesverband quartalsweise herausgegebene Zahlenspiegel gibt Auskunft über die aktuelle Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung im Gastgewerbe. Die Daten basieren auf der monatlichen Konjunkturerhebung des Statistischen Bundesamtes. Die Branchenzuteilung entspricht der einheitlichen statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in den Europäischen Gemeinschaften (NACE).
Der Tourismus in Sachsen blickt auf ein herausforderndes Jahr 2025 zurück. Zwar konnten die sächsischen Beherbergungsbetriebe rund 19,7 Millionen Übernachtungen und 8 Millionen Gästeankünfte verzeichnen, dennoch lagen die Werte unter dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Übernachtungen ging um 1,5 Prozent, die der Ankünfte um 1,8 Prozent zurück.
Besonders deutlich fiel der Rückgang bei internationalen Gästen aus. Die Übernachtungen ausländischer Besucher sanken um 7,2 Prozent, die Ankünfte um 5,2 Prozent. Während insbesondere Gäste aus der Schweiz und den Niederlanden seltener nach Sachsen reisten, konnten unter anderem Spanien und Dänemark Zuwächse verzeichnen.
Regional entwickelten sich die Tourismuszahlen unterschiedlich. Die Region Leipzig musste mit minus 7,8 Prozent den stärksten Rückgang bei den Übernachtungen hinnehmen. Demgegenüber profitierte die Region Chemnitz-Zwickau deutlich vom Titel „Kulturhauptstadt Europas 2025“: Hier stiegen die Übernachtungen um 9,6 Prozent, in der Stadt Chemnitz sogar um 24,2 Prozent.
Die positiven Impulse in Chemnitz spiegelten sich jedoch kaum auf dem Arbeitsmarkt wider. Insgesamt sank die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der sächsischen Tourismuswirtschaft zum 30. Juni 2025 um 0,3 Prozent auf rund 64.500 Beschäftigte. Besonders betroffen waren die Regionen Dresden sowie Oberlausitz/Niederschlesien.
Gleichzeitig mussten Unternehmen und Gäste steigende Preise verkraften. Viele tourismusrelevante Dienstleistungen verteuerten sich stärker als die allgemeine Inflationsrate von 2,2 Prozent. So stiegen die Preise für Bahntickets um 6,3 Prozent, für Pauschalreisen um 4,6 Prozent und für Gaststätten- sowie Beherbergungsleistungen um 3,6 Prozent.
Die Zahlen verdeutlichen, dass sich der Tourismus in Sachsen weiterhin in einem anspruchsvollen Marktumfeld bewegt. Umso wichtiger bleibt es, gemeinsam an der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu arbeiten und neue Gästegruppen zu erschließen.
Den vollständigen Branchenreport Tourismus mit weiteren Analysen, Kennzahlen und regionalen Auswertungen können Sie hier herunterladen….
Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen, Nr. 90/2026 zum 30. Juni 2026
nach Angabe des Statistischen Bundesamtes waren die Ausgaben für Hotel- und Gaststättendienstleistungen im April 2026 in den meisten südeuropäischen Staaten deutlich niedriger als in Deutschland. Am niedrigsten unter den ausgewählten europäischen Urlaubsländern war das Preisniveau in Nordmazedonien (-52% im Vergleich zu Deutschland) und Bulgarien (-47%). Besonders günstig war es für Reisende aus Deutschland auch in Montenegro (-39%), Portugal (-30%) und Spanien (-22%). Auch in anderen südlichen Urlaubsländern wie Malta (-20 %), Zypern (-19%) und Griechenland (-18%) zahlten die Gäste für Restaurantbesuche und Hotelaufenthalte deutlich weniger als hierzulande. Weniger zahlten Urlauber auch in Frankreich (-4%) und Italien (-2%).
In den meisten Nachbarstaaten Deutschlands war der Urlaub im April 2026 jedoch teurer als hierzulande. In Österreich mussten Gäste 1% mehr zahlen, in Belgien 13% mehr und in den Niederlanden 14%. Am höchsten unter den Anrainerstaaten war das entsprechende Preisniveau in Dänemark mit +29% im Vergleich zu Deutschland sowie in der Schweiz mit +49%.

Wie entwickelt sich der Deutschland-Tourismus? Welche Trends prägen Hotellerie, Gastronomie und Freizeitwirtschaft? Antworten darauf liefert die aktuelle Ausgabe des dwif-Fakten-Kompass, die die Entwicklung der Wintermonate November 2025 bis Februar 2026 kompakt zusammenfasst.
Die aktuelle Analyse zeigt: Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten präsentiert sich der Deutschland-Tourismus insgesamt robust. Mit 117,2 Millionen Übernachtungen war der Winter 2025/26 der zweitstärkste Winter aller Zeiten und lag nur knapp unter dem Rekordwinter 2019/2020.
Wer tiefer in die aktuellen Entwicklungen eintauchen möchte, findet auf den Seiten des dwif weiterführende Informationen:
▶ Aufzeichnung der Präsentation (ca. 30 Minuten):
https://youtu.be/RcR5OoeNxeE
▶ Fakten-Kompass mit allen Ergebnissen:
https://dwif.de/wissenswert/fakten-kompass.html
Gerade für Gastgeberinnen und Gastgeber bieten die aktuellen Zahlen wertvolle Orientierung bei der Einschätzung der Marktentwicklung sowie für strategische Entscheidungen in Hotellerie und Gastronomie.
Der Deutschlandtourismus ist im März 2026 weiter gewachsen. Die Beherbergungsbetriebe verzeichneten 33,6 Millionen Übernachtungen. Das entspricht einem Plus von 3,1 Prozent gegenüber März 2025 und liegt 1,9 Prozent über dem Vorkrisenniveau von März 2019.
Auch das erste Quartal 2026 fällt insgesamt positiv aus: Von Januar bis März wurden 86,7 Millionen Übernachtungen gezählt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 2,5 Prozent. Im Vergleich zu Januar bis März 2019 liegt die Entwicklung allerdings noch leicht bei -0,3 Prozent.
Getragen wird die positive Entwicklung vor allem durch inländische Gäste. Deren Übernachtungen lagen im ersten Quartal 2,9 Prozent über dem Vorjahr und 2,3 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Bei ausländischen Gästen zeigt sich dagegen weiterhin Nachholbedarf: Zwar gab es gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Plus von 0,8 Prozent, im Vergleich zu 2019 liegt das Minus aber noch bei 11,7 Prozent.
Einordnung: Die Nachfrage entwickelt sich positiv, aber nicht alle Betriebe profitieren gleichermaßen. Besonders die Parahotellerie wie Campingplätze und Ferienwohnungen verzeichnet Zuwächse. Gleichzeitig bedeuten gute Übernachtungszahlen angesichts hoher Kosten für Energie, Lebensmittel und Personal nicht automatisch wirtschaftlichen Erfolg.
Mitglieder finden alle Information zum Download in “meinDEHOGA”/Umfragen-Studien-Statistik
Die aktuellen Zahlen zeigen: Unsere Branche ist insgesamt wieder stabil aufgestellt – der Arbeitsmarkt bleibt aber angespannt.
Fazit: Die Branche hat sich stabilisiert, aber der Arbeitsmarkt bleibt herausfordernd. Fachkräfte bleiben ein zentrales Thema – gleichzeitig wirkt sich die schwache Konjunktur weiterhin spürbar aus.
Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im November 2025 rund 32,2 Millionen Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen verzeichnet. Das sind 0,2 % mehr als im November 2024, jedoch noch 0,7 % weniger als im Vorkrisenjahr 2019.
Für den Zeitraum Januar bis November 2025 meldet das Statistische Bundesamt insgesamt 465,5 Millionen Übernachtungen. Damit liegt die Branche leicht über dem Vorjahresniveau (+0,1 %) und knapp über dem Niveau von 2019 (+0,2 %).
Besonders positiv entwickelt sich weiterhin der Inlandstourismus: Die Übernachtungen deutscher Gäste liegen 1,9 % über dem Vorkrisenniveau. Dagegen bleibt die Nachfrage aus dem Ausland noch deutlich zurück. Die Übernachtungen internationaler Gäste liegen 7,5 % unter dem Niveau von 2019 und auch 2,2 % unter dem Vorjahreswert.
Gründe hierfür sind unter anderem eine langsamere Erholung des internationalen Flugverkehrs sowie eine insgesamt verhaltene wirtschaftliche Entwicklung in wichtigen Herkunftsmärkten.
Der Deutschlandtourismus setzt seinen stabilen Kurs fort. Im Oktober 2025 verzeichneten die Beherbergungsbetriebe erneut ein Plus bei den Gästeübernachtungen. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei die Nachfrage aus dem Ausland, während auch der Inlandstourismus leicht zulegen konnte. In der Gesamtbetrachtung der ersten Monate des Jahres bewegt sich die Übernachtungsentwicklung weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und erreicht das Rekordniveau des Vorjahres.
Diese Zahlen (HIER zum DOWNLOAD...) unterstreichen die anhaltende Bedeutung des Tourismus für Wirtschaft, Beschäftigung und regionale Wertschöpfung
Auch für das 1. Quartal 2024 hat der DEHOGA die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen aus Hotellerie und Gastronomie in seinem aktuellen Zahlenspiegel zusammengestellt. Interessierte finden darin zahlreiche Informationen rund um Umsatz- und Beschäftigtenzahlen, Ausbildung, Gewerbean- und -abmeldungen und vieles mehr.
Wirtschaftsfaktor 360° Gastwelt | Fraunhofer-Studie zeigt kraftvolle Hospitality-"Industrie"
Die Tourismus-, Hospitality- und Foodservice-Industrie gehört gemessen an ihrer Brutto-Wertschöpfung (355,3 Mrd. Euro) und ihren Beschäftigungszahlen (4,1 Millionen) zu den Top-3-Wirtschaftsbranchen in Deutschland.
Das ist eines der zentralen Ergebnisse der neuen Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO mit dem Titel „Wirtschaftsfaktor 360° Gastwelt“ im Auftrag der Tourismus-Denkfabrik Union der Wirtschaft (UdW). Danach beträgt die Brutto-Wertschöpfung 355,3 Mrd. Euro und liegt damit nach der Automobilindustrie (438,8 Mrd. Euro) auf Platz 2 – vor dem Maschinenbau (256,9 Mrd. Euro) und der chemisch-pharmazeutischen Industrie (198,3 Mrd. Euro).
Betriebswirtschaftlicher Ist-Zustand des Hotel- und Gaststättengewerbes nach Betriebsarten und Betriebsgrößen mit Bewertung des zukünftigen Entwicklungs- und Investitionspotenzials im Freistaat Sachsen 2017
Grundlagenuntersuchung erstellt von BBE Handelsberatung GmbH
finanziert durch Zuwendungen des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der Industrie- und Handelskammern in Sachsen und das DEHOGA Sachsen e.V..
Die „Innenstadtinitiative“ von IFH KÖLN und der METRO AG untersucht den Status Quo der deutschen Gastronomiebranche und stellt aktuelle Herausforderungen wie Fachkräftemangel, hohe Mieten und wirtschaftliche Entwicklungen mit Fokus auf den politischen Rahmen in den Mittelpunkt. Hierfür wurden 250 Gastronomen in 20 ausgewählten Großstädten in Deutschland im Juli 2021 telefonisch befragt. Ergänzend wurden Daten der IFH KÖLN Studien „Vitale Innenstädte 2020“ (2021), „Zukunft des Handels – Zukunft der Städte“ (2021) sowie „Corona Consumer Check“ (2021) einbezogen.
| gastgewerbliche Betriebe in Sachsen | ca. 10.000 |
| Beschäftigte | ca. 80.569 |
| Umsatz | ca. 3,127 Mrd. |
| 2020 | 2019 | |
|---|---|---|
| IHK Dresden | ||
| > Hotel/Gastro | 399 | 514 |
| IHK Chemnitz | ||
| > Hotel/Gastro | 250 | 281 |
| IHK Leipzig | ||
| > Hotel/Gastro | 252 | 309 |
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