Die aktuellen DEHOGA-Umfragen zur wirtschaftlichen Lage im Gastgewerbe zeigen ein klares Bild: 2026 bleibt ein Jahr der Konsolidierung. Wachstum ist möglich – aber kein Selbstläufer.
Im Bundesdurchschnitt lag der Umsatz 2025 bei –4,3 %. Viele Betriebe verzeichnen reale Rückgänge, die Stimmung ist verhalten. Rund 37 % bewerten ihre aktuelle Lage als schlecht oder sehr schlecht, die Erwartungen für 2026 sind überwiegend zurückhaltend.
Sachsen steht im Vergleich etwas stabiler da. Hier lag die Umsatzentwicklung bei –1,1 % – also nahe an der Stagnation. Die Zuversicht ist leicht höher als im Bund, dennoch beschreibt auch hier ein erheblicher Teil der Betriebe die Lage als angespannt.
Strukturell unterscheiden sich die Herausforderungen kaum:
Größte Belastungsfaktoren sind bundesweit Personalkosten, Bürokratie, Energiekosten und steigende Lebensmittelpreise. Die Erhöhung des Mindestlohns wirkt sich nicht nur auf Mindestlohnempfänger aus, sondern zieht Anpassungen in ganzen Lohnstrukturen nach sich – mit entsprechenden Folgen für Margen und Liquidität.
Die dauerhafte 7 %-Mehrwertsteuer wird überwiegend genutzt, um Kostensteigerungen abzufedern oder Kredite zurückzuführen – nicht für Expansion oder Preissenkungen.
Fazit:
Sachsen ist derzeit etwas robuster als der Bundesdurchschnitt. Doch die strukturellen Herausforderungen sind identisch. Für Unternehmer bedeutet das: konsequente Kostenkontrolle, klare Personalstrategie und stabile politische Rahmenbedingungen bleiben entscheidend für ein wirtschaftlich tragfähiges Jahr 2026.
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