Gastgewerbe weiter unter Druck: Trotz leichter nominaler Umsatzzuwächse bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt. Preisbereinigt verzeichnet die Branche auch 2025 erneut Rückgänge und liegt weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Steigende Kosten und zurückhaltender Konsum belasten insbesondere die Gastronomie. Die seit Januar 2026 geltenden 7 % Mehrwertsteuer auf Speisen sind ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung – weitere politische Entlastungen sind dringend erforderlich.
Das Gastgewerbe in Deutschland steht auch im Jahr 2025 weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Nach den aktuell veröffentlichten Zahlen des Statistisches Bundesamt bleibt die Umsatzentwicklung preisbereinigt deutlich unter dem Vorkrisenniveau.
Im November 2025 erzielte das Gastgewerbe nominal zwar leichte Umsatzsteigerungen, real (preisbereinigt) mussten jedoch erneut Rückgänge verzeichnet werden.
Umsatzvergleich November 2025
| Vergleichszeitraum | nominal | real (preisbereinigt) |
|---|---|---|
| gegenüber November 2024 | +1,7 % | −1,7 % |
| gegenüber 2019 | +9,7 % | −16,1 % |
Auch im bisherigen Jahresverlauf zeigt sich ein ähnliches Bild: Nominale Umsatzsteigerungen können die realen Verluste nicht ausgleichen.
Umsatzentwicklung Januar bis November 2025
| Vergleichszeitraum | nominal | real (preisbereinigt) |
|---|---|---|
| gegenüber Vorjahr | +1,5 % | −2,0 % |
| gegenüber 2019 | +12,0 % | −14,4 % |
Preisbereinigt hat das Gastgewerbe damit voraussichtlich das sechste Jahr in Folge Umsatzverluste zu verzeichnen. Gleichzeitig belasten massiv gestiegene Kosten die Betriebe, sodass nominale Umsatzsteigerungen in der Regel nicht zu Gewinnsteigerungen führen. Besonders die Gastronomie ist stark von der gesamtwirtschaftlichen Schwäche und der Konsumzurückhaltung der Gäste betroffen.
Die seit 1. Januar 2026 geltenden 7 % Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie sind daher ein wesentlicher Baustein zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation in den Betrieben.
Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Branche ist es nun entscheidend, dass die im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen zügig umgesetzt werden. Dazu zählen insbesondere eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Rahmen der EU-Arbeitszeitrichtlinie, ein echter Bürokratieabbau sowie spürbare Entlastungen und Investitionsanreize – vor allem für mittelständische Betriebe.
Quelle: DEHOGAcompact 3/2026
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