Der Konflikt im Iran sorgt für zusätzliche Unsicherheit und stellt die Wirtschaft vor neue Herausforderungen. Steigende Ölpreise verteuern Benzin, Heizöl und Gas – und erhöhen damit auch die Kosten für Transport und Produktion. Für viele Unternehmen wächst der Druck weiter. Gleichzeitig müssen Verbraucher mehr Geld für Energie ausgeben, was den privaten Konsum schwächen könnte – mit direkten Auswirkungen auch auf das Gastgewerbe.
Wie stark die wirtschaftlichen Folgen letztlich ausfallen, hängt maßgeblich von Dauer und Intensität des Konflikts ab. Noch gibt es keine Versorgungsengpässe. Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung warnt jedoch vor möglichen Problemen auf den globalen Öl- und Gasmärkten, sollte der Konflikt länger anhalten oder Förderanlagen beschädigt werden. In diesem Fall könnte die Inflation vorübergehend auf bis zu sechs Prozent steigen.
Trotz der hohen Unsicherheit gehen die Wirtschaftsforscher des RWI für 2026 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 Prozent aus, für 2027 von 1,2 Prozent. Im Vergleich zur Prognose vom Dezember entspricht das jedoch einer leichten Abwärtskorrektur.
Klar ist: Die Wirtschaft braucht jetzt Entlastung statt zusätzlicher Belastungen. Die angekündigten Investitionen und Bürokratieerleichterungen müssen zügig umgesetzt werden, damit die Erholung trotz geopolitischer Risiken gelingt. Neue Auflagen oder zusätzliche Regulierung wären jetzt das falsche Signal.
Quelle: DEHOGAcompact
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