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Bundesregierung beschließt neue Tourismusstrategie

Mehr Flexibilität, weniger Bürokratie, bessere Wettbewerbsbedingungen

Die Bundesregierung hat eine neue nationale Tourismusstrategie beschlossen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismuswirtschaft mit ihren rund drei Millionen Beschäftigten nachhaltig zu stärken. Ein zentrales Element: spürbare Entlastungen für Betriebe, Bürokratieabbau – und eine modernere, flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit.

Flexiblere Arbeitszeiten für bessere Vereinbarkeit und passgenaue Angebote

Ein Kernpunkt der Strategie ist die geplante Reform des Arbeitszeitrechts. Künftig soll die bisherige tägliche Höchstarbeitszeit zugunsten einer wöchentlichen Betrachtung weiterentwickelt werden. Damit erhalten Betriebe und Beschäftigte mehr Spielräume, um Arbeitszeiten besser an tatsächliche Nachfragespitzen anzupassen – etwa in der Gastronomie, Hotellerie oder im Veranstaltungsgeschäft.

Wichtig ist dabei:
Die Flexibilisierung bedeutet keine generelle Mehrarbeit und keinen Zwang für Beschäftigte, sondern schafft die Möglichkeit, Arbeit dann zu leisten, wenn sie anfällt – und sie an anderen Tagen auszugleichen. Das stärkt die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit und kommt sowohl Mitarbeitenden als auch Betrieben zugute.

Flankierend plant der Bund steuerliche Entlastungen, etwa durch steuerfreie Überstundenzuschläge oder begünstigte Prämien bei freiwilliger Ausweitung der Arbeitszeit.

DEHOGA: Richtige Akzente zur richtigen Zeit

Der Deutscher Hotel- und Gaststättenverband begrüßt die neue Tourismusstrategie ausdrücklich. Präsident Guido Zöllick bewertet sie als wichtiges Signal für die Branche:

Die Strategie setze mit Bürokratieabbau, Fachkräftegewinnung und der Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts die richtigen Akzente und lasse einen klaren Fokus auf mehr Wettbewerbsfähigkeit erkennen.

Besonders positiv bewertet der DEHOGA die geplante Umstellung von der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Gerade im personalintensiven People-Business des Gastgewerbes mit stark schwankender Nachfrage schaffe dies die dringend benötigte Flexibilität für Betriebe und Beschäftigte gleichermaßen.

Zöllick betont zudem die Geschwindigkeit, mit der die Strategie vorgelegt wurde, und verbindet dies mit der Erwartung, dass nun auch die Umsetzung zügig erfolgt:
Die Betriebe warteten auf konkrete, spürbare Reformen, von denen alle profitieren.

Weitere Schwerpunkte der Strategie

Neben der Arbeitszeitflexibilisierung setzt die Bundesregierung auf:

  • konsequenten Bürokratieabbau, insbesondere für kleine und mittlere Betriebe
  • Investitionen in Verkehrsinfrastruktur, um Destinationen besser erreichbar zu machen
  • Digitalisierung und Fachkräftegewinnung als Basis für einen zukunftsfähigen Tourismusstandort

 

Fazit

Die neue Tourismusstrategie erkennt die Realität der Branche an: Nachfrage ist nicht gleichmäßig, sondern schwankt. Mehr Flexibilität im Arbeitszeitrecht hilft, Gäste besser zu bedienen, Beschäftigte zu entlasten und Betriebe zukunftsfest aufzustellen. Für das Gastgewerbe ist dies ein wichtiges Signal zur richtigen Zeit.

 

Quelle: AHGZonline.de

Erstellt von DEHOGA Admin DEHOGA Sachsen letzte Änderung am

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