Gemeinsam stark für das Gastgewerbe

Finanzen und Förderprogramme

Bund und Land legen verschiedene Förderprogramme auf, um Unternehmer wirkungsvoll in der Krise zu unterstützen. Informationen, Förderrichtlinien und wichtige Fakten zur Beantragung, Verwendung und Nachweisführung finden Sie hier.

Hotline Gastgebwerbe & Tourismus 0351-85032250

Das Überbrückungshilfe-Programm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 24,6 Milliarden Euro geht endlich an den Start.

Seit heute ist die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de mit allen zentralen Informationen online

Steuerberater/Wirtschaftsprüfen können sich HIER  registrieren.

Ab Freitag (10. Juli 2020) werden dann bundesweit die Online-Portale freigeschaltet, über die die Anträge gestellt werden können.

Die Überbrückungshilfe wird über die Bundesländer umgesetzt und ausgezahlt. - In Sachsen: SächsischeAufbaubank (SAB).
Eine sichere Weiterleitung der Antragsdaten an die zuständigen Landesbehörden ist gewährleistet. Das bundesweit einheitliche Antragsverfahren soll das Überbrückungshilfe-Programm verlässlich und gerecht machen.

Download: Kurzfakten zum Programmstart der Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen

 

Die wichtigsten Fakten im Überblick

Antragsberechtig sind u.a. Unternehmen des Hotel- und Gaststättengewerbes, der  Veranstaltungslogistik, des Catering, Veranstalter von Messen,  Schausteller, Clubs, Bars und Kneipen (die NICHT nach dem Wirtschaftstabilisierungsfonds gefördert werden), Soloselbstständige und selbstständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb, die

# vollständige den Geschäftsbetrieb eingestellt haben, oder
# zu wesentlichen Teilen den Geschäftsbetrieb eingestellt haben,
# deren Umsatz in April UND Mai 2020 zusammengenommen um mind. 60% gegenüber April UND Mai 2019 zusammengenommen eingebrochen ist

Hinweis bei Gründung NACH April 2019:
# Unternehmen, die nach April 2019 gegründet wurden, ziehen November UND Dezember 2019 zusammengenommen heran.

Antragsfrist endet am 31. August 2020, die Auszahlungsfrist am 30. November 2020

Förderfähige Kosten = Fixkosten im Förderzeitraum
# Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen und weitere Mietkosten,
# Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen,
# Finanzierungskostenanteil von Leasingraten,
# Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV,
# Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen,
# Grundsteuern,
# Betriebliche Lizenzgebühren,
# Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben,
# Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die im Rahmen der Beantragung der CoronaÜberbrückungshilfe anfallen,
# Kosten für Auszubildende,
#  Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 10 % der o.g. Fixkosten gefördert. 

Hinweis zu Fixkosten: Diese müssen vor dem 1. März 2020 begründet worden sein. 

Keine Fixkosten im Sinne des Überbrückungszuschusses und damit NICHT förderfähig:
# Kosten für Privaträume,
# Lebenshaltungskosten oder ein Unternehmerlohn,
# Zahlungen für Fixkosten, die an verbundene Unternehmen oder an Unternehmen gehen, die im Eigentum oder unmittelbar oder mittelbar unter dem beherrschenden Einfluss derselben Person oder desselben Unternehmens stehen.

Förderhöhe (Art und Berechnung)
Jeder Monat wird einzeln betrachtet und mit dem Vorjahresmonat verglichen. Unternehmen, die nach Juni 2019 gegründet wurden, ziehen die Monate Dezember 2019, Januar und Februar 2020 zum Vergleich heran.

Umsatzeinbruch 70% und mehr (im Vergl. Zum Vorjahresmonat): 80% der Fixkosten
Umsatzeinbruch zw. 50 und unter 70% (im Vergl. Zum Vorjahresmonat): 50% der Fixkosten
Umsatzeinbruch zw. 40 und unter 50% (im Vergl. Zum Vorjahresmonat): 40% der Fixkosten

Der max. Förderbetrag für Unternehmen ab 11 bis 249 Vollzeitäquivalente liegt bei 150.000 Euro für 3 Monate

Der max. Erstattungsbetrag für Unternehmen mit bis zu 5 Vollzeitäquivalenten: 9.000 Euro für 3 Monate und Unternehmen mit bis zu 10 Vollzeitäquivalenten:15.000 Euro für 3 Monate

Ausnahme: liegt die Überbrückungshilfe (auf Basis der erstattungsfähigen Fixkosten) hier mind. doppelt so hoch, wie der max. Erstattungsbeitrag. Hier greifen Sonderregelungen.

2-stufiges Verfahren

Antragstellung (Stufe 1) Antragsvoraussetzungen und Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten MIT HILFE EINES STEUERBERATERS / WIRTSCHAFTSPRÜFERS darzustellen

nachträglicher Nachweis (Stufe 2) Fixkosten sind MIT HILFE EINES STEUERBERATERS / WIRTSCHAFTSPRÜFERS zu belegen.

Das Eckpunktepapier finden Sie HIER zum Download

Mit Medieninformation vom 30.06.2020 hat das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr darüber informiert, dass das Förderprogramm „Regionales Wachstum“ mit 30 Millionen € als Sonderprogramm erneut aufgelegt wird.

Die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – steht mit dem SMWA zu den Vorbereitungen im engen Austausch und arbeitet parallel mit Hochdruck daran, die Antragstellung über das Förderportal einzurichten.

Das Antragsverfahren wird im Förderportal vollständig elektronisch abgewickelt. Der bisherige Antragsvordruck aus dem Programmzyklus 2019 ist nicht mehr gültig.

Momentan ist keine Antragstellung möglich.

Wir informieren Sie, sobald Förderanträge gestellt werden können.

Am 23. Juni 2020 beschloss das Bundeskabinett die Eckpunkte zum Programm „Ausbildungsplätze sichern“. Für die Fördermaßnahmen ist ein Volumen von 500 Mio. € vorgesehen.

(1) Ausbildungsprämie bei gleichbleibendem Ausbildungsniveau: Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren auf gleichem Niveau aufrechterhalten, obwohl sie von der Corona-Krise besonders betroffen sind, sollen für jeden neu abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 2.000 Euro erhalten (nach Ablauf der Probezeit).

(2) Ausbildungsprämie bei erhöhtem Ausbildungsniveau: Unternehmen, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren trotz starker Betroffenheit durch die Corona-Pandemie sogar erhöhen, erhalten für jeden zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 Euro (nach Ablauf der Probezeit).

(3) Zuschuss zur Ausbildungsvergütung bei Vermeidung von Kurzarbeit: Ausbildungsbetriebe, die ihre Ausbildungsaktivitäten trotz der Belastungen durch die Corona-Krise fortsetzen und für Auszubildende sowie Ausbilder trotz erheblichem Arbeitsausfall keine Kurzarbeit anmelden, können eine Förderung von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung erhalten. Dies greift für jeden Monat, in dem der Betrieb einen Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent hat und ist befristet bis zum 31. Dezember 2020.

(4) Auftrags- und Verbundausbildung: Können Unternehmen die Ausbildung temporär nicht fortsetzen, besteht die Möglichkeit, dass andere Betriebe, überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister zeitlich befristet die Ausbildung übernehmen und dafür Förderung erhalten. Dies gilt, wenn der Geschäftsbetrieb des ursprünglich ausbildenden Unternehmens vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen betroffen ist. Die Förderung ist befristet bis zum 30. Juni 2021.

(5) Übernahmeprämie: Ausbildungsbetriebe, die Auszubildende von pandemiebedingt insolventen Unternehmen bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten je Auszubildendem eine Prämie von 3.000 Euro. Dies ist befristet bis zum 30. Juni 2021.

Geplant ist, dass die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Maßnahmen unter (1) - (3) und (5) umsetzen wird. Für die Umsetzung von Maßnahmen unter (4) ist das BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) oder das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) vorgesehen.

Wir halten Sie über den weiteren Fortgang und die konkreten Beantragungswege informiert.

Sie haben den Soforthilfezuschuss Bund erhalten und stellen fest, dass Sie die erhaltenen Mittel nicht vollumfänglich benötigen, bzw. entsprechender der Fördervoraussetzungen verwenden können?

Die Zuwendungsbescheide der SAB enthalten seit 22. April 2020 unter „Sonstige Bestimmungen“ bereits konkrete Hinweise (individuelle Bankverbindung und den Verwendungszweck) für Rückzahlungsbegehren. 

Alle Zuwendungsempfänger, die Ihren Bescheid VOR dem 22. April erhalten haben, erklären den Rückzahlungswunsch nicht verwendeter Mittel an corona-rueckzahlung(at)sab.sachsen.de

Die Erklärung sollte folgende Mindestangaben erhalten:

  • Zuwendungsempfänger    
  • Kundennummer
  • Antragsnummer
  • kurze Begründung für die Rückzahlung

Sie erhalten daraufhin eine Antwort der SAB mit einer für den Rückzahlungsfall individuell generierten IBAN zugesandt. Diese Verfahrensweise sichert bei einer Vielzahl täglich eingehender Zahlungen eine eindeutige Zuordnung.

Es wird empfohlen, die drei Monate ab Datum Antragstellung abzuwarten, um einen tatsächlichen Kostenüberblick zu erhalten und einen Rückzahlungswunsch danach zu äußern.

Im Bewilligungsbescheid in den Bestimmungen ist zu lesen, dass die Kosten ab dem Zeitpunkt der Antragstellung für 3 bzw. 5 Monate (im Falle eines Mietnachlasses von mind. 20%) förderfähig sind.

Der Verwendungsnachweis wird von der SAB vorerst nicht verlangt. Der Unternehmer hat die Nachweise über die entstandenen Kosten in diesem Förderzeitraum vorzuhalten, wenn die SAB Prüfungen vornimmt.

Förderfähige Kosten

Alle laufende betriebliche Sach- und Finanzaufwendungen

  • gewerbliche Mieten, Pachten,
  • Kredite für Betriebsräume und -ausstattung sowie
  •  Finanzierungskosten oder
  • Leasingaufwendungen für unternehmerisch genutzte Pkw, Maschinen

NICHT-Förderfähige Kosten

  • Personalkosten oder
  • private Lebenshaltungskosten (z. B. Miete der Privatwohnung, Krankenversicherungsbeiträge oder Beiträge zur privaten Altersvorsorge)

Hinweis

Um Überkompensation und damit dem Verdacht des Subventionsbetruges vorzubeugen:

Versicherungsleistungen (auch Vergleichszahlungen) müssen vorrangig und dürfen nicht zusätzlich in Anspruch genommen werden!

Ansprüche auf Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz vom 20. Juli 2000 (BGBI. I S. 1045), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 27. März 2020 (BGBI. I S. 587) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, sowie Versicherungsleistungen für Betriebsunterbrechung und Betriebsausfall sind vorrangig in Anspruch zu nehmen. Billigkeitsleistungen oder Zuwendungen aus Förderprogrammen des Bundes oder der Europäischen Union mit ähnlicher Zielrichtung für Zuwendungsempfänger, auch soweit diese während der Laufzeit dieses Programms noch in Kraft treten, sind vorrangig in Anspruch zu nehmen.

Dies gilt sowohl für die Soforthilfe Bund (Zuschuss) als auch für das sächsische Darlehensprogramm.

Viele Unternehmer haben in den vergangenen Tagen und Wochen ein Soforthilfe-Darlehn beantragt und in großen Teilen wurde diese Darlehn auch zügig bewilligt und ausgezahlt.

Die wichtigsten Fakten aus dem „Kleingedruckten" haben wir Ihnen nachstehend zusammengefasst:

# mit dem Darlehn dürfen KEINE Altverbindlichkeiten getilgt werden

# der Darlehensnehmer hat UNAUFGEFORDERT zum Zeitpunkt der ersten Tilgungsrate den Verwendungsnachweis zu erbringen

# Entschädigungsleistungen nach IfSG, Versicherungsleistungen, Betriebsunterbrechungs- und -Ausfallzahlungen, Leistungen aus sonstigen Förderprogrammen (auch wenn diesem im Projektzeitraum, also nach Darlehensantrag beantragt, bewilligt, gezahlt wurden) sind VORRANGIG zu verwenden

# Der Darlehensnehmer informiert über weitere erhaltene Leistungen SPÄTESTENS im Verwendungsnachweis – die SAB hat dann das Recht eine SONDERTILGUNG zu verlangen

# Verzug der Sondertilgung: VERZINSUNG mit 5 PROZENTPUNKTEN

# Ansprüche auf Entschädigungsleistungen nach IfSG/ Versicherungsleistung für Betriebsunterbrechung/Betriebsausfall infolge der Corona-Krise tritt der Darlehnsnehmer jeweils bis zur Höhe der Darlehnsforderung an die SAB ab

# Sondertilgungen sind einmal vierteljährlich mit mind. 1.000 Euro möglich.

# Sondertilgung VERKÜRZT die Darlehnslaufzeit – die RATENHÖHE wird NICHT angepasst

Sie haben im Zusammenhang mit dem SAB-Darlehn Fragen: Bitte wenden Sie sich an uns (0351 850 322 50), Ihren Steuer-, Betriebsberater, die Sächsischen AufbauBank

Soforthilfen der SAB sind als positive Einnahme zu versteuern. Dies ist mit der Steuererklärung 2021 vorzunehmen.

Im Ergebnis der Arbeitsbesprechung der Bundeskanzlerin mit den Ministern des "Corona-Kabinett" wurde heute das Eckpunktepapier des BMWi, BMF zusammengestellt.

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit" mit folgenden Eckpunkten gewährt werden.

Folgende Rahmenbedingungen gelten:

- für Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten
- Kreditvolumen bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019 (bis 50 Beschäftigte, bis max. 500.000 Euro, über 50 Beschäftigte, bis max. 800.000 Euro)
- 100% Haftungsfreistellung der Hausbanken (Finanzierungspartner)
- Kredit auf 10 Jahre, bis zu 2 Jahre tilgungsfrei
- Abruffrist nach Zusage  = 1 Monat
- Endkreditnehmerzinssatz 3% p.a., keine Bereitstellungsprovision
- Nutzung für Betriebsmittel und Investitionen
- Angebot befristet bis 31. Dezember 2020 (letztmöglicher Auszahlungszeitpunkt)

 

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung der EU-Kommission starten.

Wir informieren Sie schnellstmöglich.

Gemeinsame Pressemitteilung KfW BMWi BMF

Vorab Hinweis: ES zählt der Personalstand zum Zeitpunkt (Tag) der Antragstellung!

Wichtig zur Beantragung von Anträgen auf Soforthilfen.

(Es geht hier um die Möglichkeit zur Inanspruchnahme der Hilfen mit mehr als 10 Mitarbeitern)


Berechnung Mitarbeiter

> Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5 (= 0,5 VZÄ)
> Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75 (= 0,75 VZÄ)
> Mitarbeiter über 30 Stunden = Faktor 1 (= 1 VZÄ)
> Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3 (= 0,3 VZÄ)

Saisonarbeitskräfte
> werden über die Stunden in VZÄ umgerechnet | durchschnittliche Arbeitsstunden pro Woche : 40 H (Regelarbeitszeit)

Auszubildende (1 Auszubildender = 1 VZÄ)
> Entscheidung liegt bei Antragsteller – wenn es sinnvoll ist rechnet man die Azubis dazu, kann diese aber auch außen vor lassen

Geschäftsführer 

(wenn diese ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis haben) werden mit einberechnet

Wie der Betriebsinhaber einberechnet wird, wird hier in Kürze veröffentlicht.

Mitarbeiter in Elternzeit

Wenn ein Arbeitsvertrag auch in der Elternzeit vorliegt, zählen diese Personen mit zum Unternehmen (VZÄ). Sollte währende der Elternzeit der Platz durch eine andere Person zeitweise besetzt sein, zählt die Stelle natürlich nicht doppelt.

 

In der Regel, kann die Soforthilfe auch beantragt werden, wenn man die allgemeinen Förderkriterien erfüllt.

ACHTUNG!!! Bei der Beantragung der Fördermittel bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) ist größte Sorffalt auf die Richtigkeit der im Förderantrag gemachten Angaben zu legen. Stellt sich bei der Prüfung im Nachgang heraus, dass Angaben nicht korrekt und damit Gelder zuviel gezahlt wurden, werden diese mit einem Zinssatz von 5% zurückgefordert. So ist es den Darlehnsbescheiden zu entnehmen.

KfW Sonderprogramm 2020

KfW-Sonderprogramm ist am Montag 23.03.2020 gestartet. Antragstellung ab sofort bei Banken und Sparkassen möglich. Sofortige Auszahlungen durch pragmatische Übergangslösung.

Kurzfakten zur KfW-Corona-Hilfe

Faktenblatt KfW Sonderprogramm 2020

Die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung kann für das Jahr 2020 nachträglich bis auf Null Euro herabgesetzt werden.

Bereits gezahlte Beträge werden erstattet oder mit anderen Zahllasten verrechnet. Für die Nutzung dieser Möglichkeit genügt ein formloser Antrag an das zuständige Finanzamt.

Für die Stundung von Steuern oder die Herabsetzung von Vorauszahlungen steht ein sehr einfach handhabbares Antragsformular zur Verfügung.

Unser Steuerberater - AARTAX Steuerberatungsgesellschaft mbH empfiehlt:

Formular zur Beantragung von Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus

(Quelle: www.medienservice.sachsen.de, 23.03.2020)

Erlass über steuerliche Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus (Bundesministerium der Finanzen in Abstimmung mit den obersten Finanzbehörden der Länder)

  • durch die Corona-Krise betroffene Steuerpflichtige können bis zum 31.12.2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern (Einkommens- und Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Umsatzsteuer) stellen
  • ebenso können Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommens- und Körperschaftssteuer gestellt werden
  • können die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen, ist das KEIN Ablehnungsgrund (lt. BMF-Schreiben)
  • Nachprüfungen der Voraussetzungen für Stundungen unterliegen keiner strengen Anforderung
  • Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann i.d.R. verzichtet werden.
  • Anträge auf Stundung der nach dem 31.12.2020 fälligen Steuern und Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen für Zeiträume nach dem 31.12.2020 sind besonders zu begründen.
  • Bis zum 31.12.2020 sollen die Finanzbehörden von Vollstreckungsmaßnahmen bei allen rückständigen oder fällig werdenden Steuern absehen.

(Quelle: bundesfinanzministerium.de)mehr... (externer Link)

Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus (COVID-19/SARS-CoV-2)

Das Sächsische Wirtschaftsministerium hat am 17. März 2020 ein Sonderprogramm für kleine Unternehmen und Freiberufler mit bis zu 5 Beschäftigten mit Sitz oder Betriebsstätte im Freistaat Sachsen angekündigt, die aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus mit Umsatzrückgängen konfrontiert sind und dadurch unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten. Die Beantragung und Ausreichung soll über die Sächsische Aufbaubank erfolgen. Die Bedingungen und Antragsverfahren werden derzeit erarbeitet.

Vorgesehen ist ein zinsloses, nachrangiges Liquiditätshilfedarlehen von bis zu 50.000 Euro, in Ausnahmefällen bis zu 100.000 Euro, mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren, welches für die ersten drei Jahre tilgungsfrei zur Verfügung gestellt wird.

Sollten Bund oder die EU während der Laufzeit des Programms ein Förderprogramm mit ähnlicher Zielrichtung für die Zielgruppe auflegen, muss dieses Programm vorrangig in Anspruch genommen werden.

Bei der Bewältigung der Folgen des Coronavirus unterstützt die Bürgschaftbank Sachsen kleine und mittlere Unternehmen.

Welche Maßnahmen werden für Kredite zur Überbrückung der Corona-Krise umgesetzt?

  1. Der Bürgschaftshöchstbetrag wird auf € 2,5 Mio. erhöht.
  2. Die Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite werden verbessert.
  3. Der Bewilligungsprozess wird beschleunigt

Was heißt das konkret?

     1. Erhöhung des Bürgschaftsbetrages

  • Der bisherige Bürgschaftshöchstbetrag wird von € 2,0 Mio. auf € 2,5 Mio. erhöht. Damit erhöht sich das mögliche zu verbürgende Kreditvolumen auf über € 3,0 Mio.

     2. Verbesserung der Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite

  • Verbürgung von bis zu 80% der Kredithöhe statt bisher 60%
  • Halbierung der Bearbeitungsgebühr

     3. Beschleunigung des Bewilligungsprozesses

  • Der Turnus für die Bewilligungsausschüsse wurde von 14-tägig auf wöchentlich reduziert.
  • Zusagen von "Express-Liquidität" - Bürgschaften von bis zu TEUR 500 innerhalb eines Bankarbeitstages

Für den Kammerbezirk Dresden hat die Bürgschaftsbank Sachsen die Hotline-Nummer 0172 6028464 eingerichtet.

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. Die KfW wird dazu die folgenden bestehenden Kreditprogramme auf dem Weg der Bankdurchleitung sowie im Rahmen von Konsortialfinanzierungen nutzen und dort die Zugangsbedingungen und Konditionen für Unternehmen verbessern.
Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler, die eine Finanzierung aus den nachfolgenden Programmen nutzen möchten, wenden sich bitte an ihre Hausbank bzw. an Finanzierungspartner, die KfW-Kredite durchleiten:

Bestandsunternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind:

KfW-Unternehmerkredit

  • Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für die durchleitenden Finanzierungspartner (in der Regel die Hausbanken) von bis zu 80 % für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. EUR Kreditvolumen. Eine höhere Risikoübernahme kann die Bereitschaft der Finanzierungspartner für eine Kreditvergabe erleichtern.
  • Öffnung der Haftungsfreistellung auch für Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 2 Mrd. EUR (bisher: 500 Mio. EUR).

KfW Kredit für Wachstum

  • Temporäre Erweiterung auf allgemeine Unternehmensfinanzierung inkl. Betriebsmittel im Wege der Konsortialfinanzierung (bisher Beschränkung auf Investitionen in Innovation und Digitalisierung)
  • Erhöhung der Umsatzgrenze für antragsberechtigte Unternehmen von 2 Mrd. auf 5 Mrd. EUR.
  • Erhöhung der anteiligen Risikoübernahme auf bis zu 70 %. Hierdurch wird der Zugang von mittelständischen und größeren Unternehmen zu individuell strukturierten, passgenauen Konsortialfinanzierungen erleichtert

Junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind:

ERP-Gründerkredit - Universell

  • Risikoübernahmen in Höhe von bis zu 80 % für die durchleitenden Finanzierungspartner (in der Regel die Hausbanken) für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. EUR. Eine höhere Risikoübernahme kann die Bereitschaft der Finanzierungspartner für eine Kreditvergabe erleichtern.
  • Öffnung der Haftungsfreistellung für Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 2 Mrd. EUR (bisher: 500 Mio. EUR) geöffnet werden.

ERP-Gründerkredit Startgeld

  • Zielgruppe: Kleine gewerbliche Unternehmen und Freiberufler bis zu 50 Beschäftigte und Jahresumsatz bzw. Jahresbilanzsumme von max. 10 Mio. Euro, die noch keine 5 Jahre bestehen
  • Höchstbetrag: maximal 30.000 Euro für Betriebsmittel (Gesamtfremdkapitalbedarf max. 100.000 Euro)
  • Laufzeit: maximal 10 Jahre mit zwei Tilgungsfreijahren
  • Sicherheiten: Bankübliche Besicherung bei 80 Prozent Haftungsfreistellung für Hausbank

KfW-Sonderprogramm für alle entsprechenden Unternehmen

Darüber hinaus wird die KfW ein Sonderprogramm vorbereiten und schnellstmöglich einführen. Dafür werden die Risikoübernahmen bei Investitionsmitteln (Haftungsfreistellungen) deutlich verbessert und betragen bei Betriebsmitteln bis zu 80 %, bei Investitionen sogar bis zu 90 %. Diese sollen auch von Unternehmen in Anspruch genommen werden können, die krisenbedingt vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten (krisenadäquate Erhöhung der Risikotoleranz) geraten sind.

Überdies wird die KfW für diese Unternehmen konsortiale Strukturen anbieten.

Der Start dieser Sonderprogramme unterliegt dem Vorbehalt einer Genehmigung durch die Europäische Kommission.

Unternehmen, die Bürgschaften für Kredite in Anspruch nehmen möchten, wenden sich an die Bürgschaftsbank Sachsen.

KfW-Unternehmer- wie auch ERP-Gründerkredite sind über Banken und Sparkassen bei der KfW zu beantragen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KfW und bei allen Banken und Sparkassen. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001.

Sächsische Betriebe, Selbstständige und Freiberufler, die aufgrund des Corona-Virus offiziell unter Quarantäne gestellt werden, einem Tätigkeitsverbot unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können über die Landesdirektion Sachsen eine Entschädigung beantragen.

Bei Angestellten zahlt in der Regel der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt zunächst weiter. Dieser kann sich das Geld im Nachhinein von der Landesdirektion Sachsen auf Antrag erstatten lassen. Grundlage für die Entschädigung ist das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz). Danach bemisst sich die Entschädigung für die ersten sechs Wochen einer Quarantäne nach dem Verdienstausfall, also dem Netto-Arbeitsentgelt. Vom Beginn der siebenten Woche an richtet sich die Entschädigung nach der Höhe des Krankengeldes.

Sind Arbeitnehmer allerdings arbeitsunfähig - also vom Arzt krankgeschrieben -, treten die Leistungen des Arbeitgebers und der Krankenversicherung vorrangig ein. Für die Zeit einer Krankschreibung besteht daher kein Anspruch auf Entschädigung. Nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler den Verdienstausfall ersetzt. Grundlage der Berechnung der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Die Anträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Tätigkeitsunterbrechung oder dem Ende der Quarantäne bei der Landesdirektion Sachsen zu stellen.

Weitere Informationen sowie die entsprechenden Anträge sind unter dem Link https://www.lds.sachsen.de/soziales/?ID=15508&art_param=854 abrufbar.

Der Freistaat Sachsen gewährt betroffenen Unternehmen zinssubventionierte Liquiditätshilfedarlehen, staatliche Bürgschaften etc., um wegen Lieferengpässen, Auftragsstornierungen oder Zahlungsausfällen entstehende Liquiditätsschwierigkeiten zu überbrücken.

Ansprechpartner dafür ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank (SAB).

Die Beratungen dazu sind kostenfrei, das Beratungszentrum der SAB ist unter den

Hotline-Nummer 0351 4910-1100

zu erreichen.

Das Sächsisches Staatsministerium der Finanzen hat mitgeteilt, dass Unternehmen, die in Folge des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter nutzen können.

Konkret können auf Antrag laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer herabgesetzt oder ausgesetzt werden. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden; Säumniszuschläge können erlassen werden.

Auch auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend verzichtet werden. Betroffenen Unternehmen wird empfohlen, frühzeitig Kontakt mit ihrem zuständigen Finanzamt aufzunehmen.

Darüber hinaus hat der Koalitionsausschuss in Berlin steuerpolitische Maßnahmen beschlossen, die die Wirtschaft entlasten sollen, wie zum Beispiel verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für digitale Wirtschaftsgüter.

1) Minister Dulig kündigte ein Sonderprogramm für kleine Unternehmen und Freiberufler mit bis zu fünf Beschäftigten mit Sitz oder Betriebsstätte im Freistaat Sachsen an, die aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus mit Umsatzrückgängen konfrontiert und dadurch unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind. Die Beantragung und Ausreichung soll über die Sächsische Aufbaubank erfolgen. Die Bedingungen und Antragsverfahren werden derzeit erarbeitet. Weitere Informationen werden Anfang kommender Woche erwartet.

Vorgesehen ist ein zinsloses, nachrangiges Liquiditätshilfedarlehen von bis zu 50.000 Euro, in Ausnahmefällen bis zu 100.000 Euro, mit einer Laufzeit von bis zu acht Jahren, welches für die ersten drei Jahre tilgungsfrei zur Verfügung gestellt wird. Sollten Bund oder die EU während der Laufzeit des Programms ein Förderprogramm mit ähnlicher Zielrichtung für die Zielgruppe auflegen, muss dieses Programm vorrangig in Anspruch genommen werden. (Stand der Informationen: 17. März 2020)

2) Sächsische Betriebe, Selbstständige und Freiberufler, die aufgrund des Corona-Virus offiziell unter Quarantäne gestellt werden, einem Tätigkeitsverbot unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können über die Landesdirektion Sachsen eine Entschädigung beantragen.

--> Erstattung wegen Verdienstausfall auf Grund eines Tätigkeitsverbotes

3) Der Gesetzgeber hat zudem rückwirkend zum 01.03.2020 den Zugang zum Kurzarbeitergeld deutlich erleichtert.

--> LINKS & INFOS | Kurzarbeitergeld oder FAQ / Kurzarbeitergeld

4) Laufende Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer können auf herab- oder ausgesetzt werden. Dazu ist der Kontakt zum zuständigen Finanzamt aufzunehmen.

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