Die geplante Zuckersteuer sorgt weiter für Diskussionen in Berlin. Das Bundeskanzleramt hat den aktuellen Gesetzentwurf aus dem Finanzministerium vorerst gestoppt. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hält aber an seinen Plänen fest. Für uns als DEHOGA ist klar: Neue Steuern sind nicht automatisch die beste Antwort auf die Frage nach gesünderer Ernährung.
Die Bundesregierung diskutiert darüber, zuckerhaltige Getränke künftig zusätzlich zu besteuern. Eine Expertenkommission hatte vorgeschlagen, die Steuer nach dem Zuckergehalt zu staffeln. Das Bundesfinanzministerium legte jedoch einen Entwurf mit anderen Grenzwerten und Steuersätzen vor.
Das Kanzleramt hat dagegen Einwände erhoben. Ein weiterer Entwurf liegt inzwischen auf dem Tisch. Wie es weitergeht, ist noch offen. Zunächst sollen sich die Spitzen der Regierungsfraktionen mit dem Thema beschäftigen.
Wir sehen eine Zuckersteuer kritisch. Natürlich ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Aber ob eine zusätzliche Steuer tatsächlich zu gesünderem Verhalten führt, ist aus unserer Sicht nicht ausreichend geklärt.
Für Restaurants, Cafés und andere gastronomische Betriebe könnten dagegen neue Kosten und zusätzlicher Aufwand entstehen. Und am Ende zahlen möglicherweise auch die Gäste mehr.
Wir finden: Es braucht nicht für jedes Problem eine neue Steuer. Sinnvoller sind aus unserer Sicht gute Ernährungsbildung, bewusste Konsumentscheidungen und Lösungen, die gemeinsam mit der Lebensmittelwirtschaft entwickelt werden.
Wir bleiben gemeinsam mit dem DEHOGA Bundesverband an dem Thema dran und verfolgen, was in Berlin entschieden wird.
Dabei werden wir deutlich machen, welche Folgen eine Zuckersteuer für unsere Betriebe und ihre Gäste haben könnte. Wir setzen uns dafür ein, dass die Gastronomie bei den weiteren Gesprächen gehört wird und keine unnötigen zusätzlichen Belastungen entstehen.
Sobald es konkrete Entscheidungen gibt, informieren wir euch über die Auswirkungen auf euren Betriebsalltag.
Synergien nutzen mit unseren Netzwerkpartnern