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Geplante Abschaffung der Minijobs gefährdet Gastronomie und Hotellerie

Die aktuell diskutierten Vorschläge zur Einschränkung oder Abschaffung von Minijobs sorgen im sächsischen Gastgewerbe für große Besorgnis. Aus Sicht von DEHOGA Sachsen verkennen diese Überlegungen die betriebliche Realität in Gastronomie und Hotellerie und würden zahlreiche Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen stellen.

Minijobs sind für viele Betriebe ein unverzichtbarer Bestandteil der Personalplanung. Sie ermöglichen es, Arbeitseinsätze flexibel an die Nachfrage anzupassen und insbesondere Abendstunden, Wochenenden, Veranstaltungen sowie saisonale Spitzenzeiten zuverlässig abzudecken. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sind auf diese Beschäftigungsform angewiesen.

Die Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes, Jana Schimke, hat in einem aktuellen Interview deutlich auf die weitreichenden Folgen möglicher Einschränkungen hingewiesen. Hier ansehen… DEHOGA Sachsen teilt diese Einschätzung ausdrücklich und bringt die Anliegen der Branche in Gesprächen mit Politik und Verwaltung auf Landes- und Bundesebene mit Nachdruck ein.

Hierzu erklärt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick:

„Die Vorschläge der Rentenkommission gehen an der betrieblichen Realität vorbei und wären für das Gastgewerbe eine Katastrophe. Erst sollen Minijobs durch höhere Sozialabgaben massiv verteuert werden, jetzt droht die vollständige Abschaffung eines für unsere Branche unverzichtbaren Beschäftigungsinstruments. Das ist ein Frontalangriff auf die Flexibilität am Arbeitsmarkt und auf die Beschäftigungsfähigkeit des Gastgewerbes.

Allein im Gastgewerbe gibt es rund 1,1 Millionen geringfügig Beschäftigte. Minijobs sind für die vielen Tausenden kleinen und mittleren Unternehmen von zentraler Bedeutung, um Beschäftigung passgenau zu organisieren. Sie sichern Abendstunden, Wochenenden, Veranstaltungen und helfen, saisonale Nachfragespitzen abzudecken.

Minijobs entsprechen zudem den Bedürfnissen vieler Beschäftigter – darunter Studierende, Rentnerinnen und Rentner, Eltern oder Menschen mit einem zusätzlichen Erwerbswunsch. Sie schaffen legale und flexible Beschäftigungsmöglichkeiten und leisten einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Schwarzarbeit.

Wer Minijobs auf Schülerinnen und Schüler beschränken will, ignoriert die Anforderungen vieler Branchen. Gerade in Gastronomie und Hotellerie fallen zahlreiche Arbeitszeiten in die Abendstunden oder auf Wochenenden – Zeiten, die Minderjährige aufgrund gesetzlicher Vorgaben häufig nicht leisten dürfen.

Minijobs verdrängen keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung – sie ergänzen sie. Viele Tätigkeiten könnten aufgrund des geringen Stundenumfangs nicht in reguläre Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt werden.

Deutschland braucht mehr Flexibilität und mehr Anreize für Beschäftigung statt zusätzlicher Belastungen für Unternehmen und Beschäftigte.“

DEHOGA Sachsen wird sich weiterhin entschieden für den Erhalt der Minijobs einsetzen und die Interessen der sächsischen Gastgeberinnen und Gastgeber gegenüber der Politik vertreten.

Erstellt von DEHOGA Admin DEHOGA Sachsen letzte Änderung am

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